Die Stadt Rüsselsheim bewirtschaftet insgesamt 805 ha Wald, von denen rund 60 % als FFH- und/oder Vogelschutzgebiet gemeldet sind. Aus klimatischen und lufthygienischen Ursachenkomplexen resultieren relativ hohe Waldschäden. Weiter sind die Wälder durch einen beträchtlichen Damwildbestand beeinflusst. In der Folge erwies sich die herkömmliche Bewirtschaftung als defizitär. In die Neuausrichtung der Waldbewirtschaftung flossen neben dem Ziel der naturschutzfachlichen Aufwertung, ein hoher örtlicher Bedarf an Energieholz sowie eine große Bedeutung der Erholungsfunktion im Ballungsraum ein. Ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordnetenversammlung brachte folgerichtig dieses Konzept am 1. Juni 2006 auf den Weg (Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rüsselsheim 2006). Teile des Konzeptes sollen durch Ökokonto-Maßnahmen umgesetzt werden. Es umfasst folgende Punkte:
1. Förderung der Eiche
Als naturschutzfachlichen Schwerpunkt setzt das Konzept auf die Förderung der Eiche und ihrer Zönose, eingepasst in die Lage in der zentralen Eichenmischwaldzone, sowie die Erhaltungsziele der FFH-Gebiete „ Markwald-Gundwald“ und „Mönchbruch und Gundwiesen“.
Die Bausteine des Waldbaus sind:
2. Nutzung von Einsparpotenzialen im Waldbau
Der Abbau des Defizits im Stadtwald ist als weitere Motivation der Neuorientierung für die Stadt Rüsselsheim von Bedeutung. Hierbei sollen alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden:
Aktuell lassen sich erste Zwischenergebnisse, aber auch noch zu klärende Fragen bestimmen:
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